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6. Sitzung des Schurarates der IGGÖ

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Am 21. Juni 2026 trat der Schurarat der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich zu seiner regulären 6. Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen innerhalb der Religionsgesellschaft, richtungsweisende Personalentscheidungen sowie die strategische Weiterentwicklung ihrer Strukturen und Aufgaben.

Zu Beginn der Sitzung begrüßten Präsident Vural, der Vorsitzende des Schurarates Esad Memic sowie Mufti Mostafa Mullaoglu die Mitglieder des Schurarates, des Beirates, die Delegierten der Kultusgemeinden, Vertreter:innen der Islamischen Religionsgemeinden und der Gemeinschaft junger Muslime. Memic unterstrich die zentrale Bedeutung der Schura als Ort des gemeinsamen Austauschs, der Verantwortung und der demokratischen Mitgestaltung innerhalb der Religionsgesellschaft. Er betonte, dass die konstruktive Zusammenarbeit aller Gremien und Kultusgemeinden eine wesentliche Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der IGGÖ bilde.

Ausgehend vom Koranvers „Und berate dich mit ihnen in den Angelegenheiten“ (3:159) hob Präsident Vural die besondere Bedeutung der Gemeinschaft als Ausdruck gemeinsamer Verantwortung und gelebter Führung hervor. Die regelmäßigen Zusammenkünfte des Schurarates seien weit mehr als formale Sitzungen: Sie dienten dazu, den gemeinsamen Auftrag der Religionsgesellschaft in den Mittelpunkt zu stellen und den Blick auf die langfristige Entwicklung der muslimischen Gemeinschaft in Österreich zu richten.

In seiner Ansprache zog Präsident Vural eine positive Bilanz der bisherigen Entwicklung der IGGÖ. Die Religionsgesellschaft habe ihre institutionellen Strukturen weiter professionalisiert, interne Prozesse gestärkt und ihre Präsenz in Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft nachhaltig ausgebaut. Diese Fortschritte seien das Ergebnis des gemeinsamen Engagements aller Ebenen der Religionsgesellschaft und Ausdruck eines starken institutionellen Zusammenhalts.

Gleichzeitig verwies Präsident Vural auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Angesichts gesellschaftlicher Polarisierung, anhaltenden antimuslimischen Rassismus sowie steigender Erwartungen an die Religionsgesellschaft seien Geschlossenheit, Professionalität und strategisches Handeln wichtiger denn je. Entscheidend sei, den gemeinsamen Auftrag stets über Einzelinteressen zu stellen und die Zukunft der Institution nachhaltig zu gestalten.

Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt waren die Wahlen mehrerer Funktionsträger:innen der Religionsgesellschaft. Der Schurarat wählte Adem Elmali zum Vizepräsidenten der IGGÖ und Mehmet Ünal zum stellv. Vorsitzenden des Schurarates. Darüber hinaus wurde Esad Memic zum Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinde Kärnten gewählt. Zu Mitgliedern des Obersten Rates wurden Hacer-Nur Akpinar sowie Ahmet Ersoy gewählt. Die Wahlen unterstreichen das Vertrauen des Schurarates in die gewählten Persönlichkeiten und setzen wichtige Impulse für die zukünftige Arbeit der Religionsgesellschaft.

Besonderer Dank wurde den Kultusgemeinden, Funktionsträgerinnen und Funktionsträgern, Imamen, Seelsorger:innen, Religionslehrkräften sowie den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen ausgesprochen. Ein wesentlicher Teil der Arbeit der Religionsgesellschaft erfolge fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit: in Moscheen, Schulen, der Seelsorge sowie in der Begleitung von Familien, Kindern und Jugendlichen. Dort entstehe die eigentliche Stärke der Gemeinschaft.

Mit Blick auf die kommenden Jahre formulierte Präsident Vural abschließend konkrete Schwerpunkte für die weitere Entwicklung der IGGÖ. Dazu zählen die fortschreitende Professionalisierung der Institution, die Stärkung der Ausbildung religiöser Führungspersönlichkeiten, der Ausbau der Jugend- und Seelsorgearbeit sowie die Vertiefung der nationalen und internationalen Vernetzung. Ziel sei es, tragfähige Grundlagen für kommende Generationen zu schaffen und die Religionsgesellschaft nachhaltig zu stärken. Entscheidungen innerhalb der IGGÖ sind stets am langfristigen Wohl der Religionsgesellschaft auszurichten und gemeinsam Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. Die Stärke der Religionsgesellschaft liege in ihrer Einheit, ihrem Zusammenhalt und dem gemeinsamen Engagement für die Zukunft.

 

📷 Ali Riza Efe Oruc | IGGÖ

 

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