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Srebrenica-Gedenkwoche der GJM

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Anlässlich des 31. Jahrestages des Völkermords von Srebrenica hat die Gemeinschaft Junger Muslime Österreich (GJM) vom 6. bis 11. Juli 2026 eine dreiteilige Gedenkwoche in Wien veranstaltet.

Im Mittelpunkt standen die historische Aufarbeitung, aktives Erinnern und der gesellschaftliche Umgang mit Genozidleugnung; als überkonfessionelles Anliegen, das alle Menschen anspricht, denen Erinnerungskultur ein Anliegen ist.

Auftakt: Buchvorstellung im Dua Center

Den Auftakt bildete am 8. Juli eine Buchvorstellung mit Kerim Edipoğlu im Dua Center am Beethovenplatz. Er führte nicht nur in die Geschichte Bosnien und Herzegowinas und den historischen Verlauf des Srebrenica-Genozids ein, sondern gab dem Buch auch eine Stimme: Eine ausgewählte, ihm besonders am Herzen liegende Passage wurde gemeinsam mit dem Publikum analysiert und diskutiert. Dabei wurden Fragen gestellt, die noch lange nachklingen: Was unterscheidet dieses Buch von anderen Veröffentlichungen über Srebrenica? Welche Rolle spielte das Zusammenleben verschiedener Religionen und Ethnien? Warum ist die juristische Anerkennung des Genozids bis heute so bedeutend? Und welche Verantwortung tragen wir alle, wenn es um Erinnerungskultur geht?
Ein Abend voller Geschichte, Reflexion und wichtiger Impulse.

Podiumsdiskussion an der Universität Wien

Am 9. Juli folgte am Campus der Universität Wien die zentrale Veranstaltung der Gedenkwoche: eine Podiumsdiskussion in drei Blöcken zu dem, was uns alle angeht: Erinnerung, Gegenwart, Zukunft. Selma Jahić (Genozid-Aufarbeiterin) , Christine Franz (SOS Balkanroute), Vedran Džihić (Universität Wien) und Sanjin Jakić (Consilium Bosniacum) zeigten mit ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und ihren persönlichen Botschaften: Erinnern ist keine Option, sondern Verantwortung. Diskutiert wurde unter anderem: Was bedeutet Erinnerung, und warum ist sie heute noch so wichtig? Warum wird der Genozid von Srebrenica bis heute geleugnet, obwohl er international anerkannt ist? Welche Folgen hat diese Leugnung für eine Gesellschaft? Und was können junge Menschen, Vereine und die Zivilgesellschaft konkret tun, damit sich Geschichte nicht wiederholt? Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und zeigten damit: Gedenken ist Gemeinschaft.

Abschluss: Besuch der Srebrenica-Blume

Den Abschluss der Gedenkwoche bildete am 10. Juli der gemeinsame Besuch der Srebrenica-Blume am Platz der Vereinten Nationen bei der UNO City in Wien. Gemeinsam wurde die gesamte Woche noch einmal reflektiert, es wurden Bittgebete gesprochen und über die Bedeutung der Srebrenica-Blume gesprochen :ein schöner, bedeutungsvoller Abschluss für die Gedenkwoche 2026.

Fazit

Mit der dreiteiligen Gedenkwoche hat die GJM ein Format geschaffen, das historische Bildung, gesellschaftlichen Dialog und persönliches Gedenken miteinander verbindet. Die große Resonanz über alle drei Veranstaltungstage hinweg zeigt: Die Auseinandersetzung mit Srebrenica ist für viele Menschen in Österreich ein zutiefst aktuelles Anliegen.

Die GJM bedankt sich bei allen Podiumsgästen, Referierenden und Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre Offenheit, dieses wichtige Thema gemeinsam in die Öffentlichkeit zu tragen.

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